Dauer: 2 Wochen
Route: 1.900 Kilometer
Transport: Bulli, Fähre
Reisezeit: September
Norwegen gehört zu den Top-Zielen für Outdoorfans. Die reizvolle Landschaft aus gewaltigen Gebirgszügen, rauer Küste und unberührter Natur, bietet mit tausenden Kilometern an Wanderwegen beste Voraussetzungen für Aktivurlauber. Um unabhängig und spontan bleiben zu können, haben wir Norwegen mit dem Camper erkundet. Ein fantastischer Bulli Roadtrip quer durchs Land, mit unvergesslichen Momenten und Naturschauspielen. Entdecke unsere Norwegen Route für zwei Wochen und die besten Norwegen Tipps, um auch im teuren Skandinavien günstig reisen zu können.
Du erreichst BERGEN mit der Fähre und besuchst das Hanseviertel Bryggen. Es geht weiter nach AURLAND zum Aussichtspunkt Stegastein. Über die Hochlandebene Aurlandsfjellet kommst Du nach OLDEDALEN im Jostedalsbreen Nationalpark, wo Dich die Wanderung zum Briksdalsbreen Gletscher erwartet. Vorbei am Geirangerfjord, geht es über die Hochebene Strynefjell nach VALLDAL, mit toller Wanderung zum Mefjellet. Mit Zwischenstopp an der kurvigen Trollstigen fährst Du weiter nach Eide und zur nahegelegenen Trollkirka. Anschließend erreichst Du HEIDAL und machst Dich auf den Weg zur Knutshøe Wanderung. Weiter geht's nach GEILO und in Richtung NEDSTRAND zur Himakånå Wanderung, der kleinen Trolltunga Schwester. Auf dem Weg nach JØRPELAND besteigst Du den Preikestolen und fährst weiter in Richtung RYSSTAD. Letzter Halt ist KRISTIANSAND, wo Du mit der Fähre wieder nach Dänemark übersetzt. Hier geht's zum vollständigen Reiseplan: Norwegen
1. Gamle Strynefjellsvegen
Die 27 Kilometer lange, nationale Touristenstraße führt über die Hochebene Strynefjell und bietet atemberaubend schöne Aussichten in unberührter Natur.
2. Trollstigen
Die Trollstigen ist eine beliebte, kurvenreiche Touristenstrecke. Die Straße wurde bekannt durch ihre zahlreichen Serpentinen mit zwölfprozentiger Steigung.
3. Trollkirka
Eine schöne Wanderung führt zur Trollkirka, einer Höhle auf 485 Metern Höhe. Sie besteht aus drei Kalkgrotten mit Wasserfällen und einem unterirdischen Gangsystem.
4. Knutshøe
Sie liegt gegenüber des meist von Touristen überfüllten Besseggen Grats und bietet einen atemberaubenden Blick auf den grünen Fluss Gjende.
5. Preikestolen
Die berühmte Plattform bietet einen tollen Ausblick auf den Lysefjord. Die scharfe und freiliegende Felskante fällt rund 600 Meter senkrecht ab.
Hirtshals, im Norden Dänemarks, ist der Hauptausgangspunkt für Fährüberfahrten nach Norwegen. Mit der Fjordline kommst Du direkt nach Bergen. Die Route Hirtshals - Stavanger - Bergen benötigt etwa 16,5 Stunden, daher lohnt sich die Nachtfahrt, die um 20 Uhr startet und um 12:30 Uhr am Folgetag Bergen erreicht. Schlafkabinen sind nicht günstig aber ratsam, da die Alternative einfache Ruhesessel sind, die Du mit anderen teilen musst. Verhältnismäßig günstig und gut aber sind die Buffets an Bord. Darauf gibt es Rabatt, wenn Du sie zusammen mit den Tickets buchst. TIPP - Beim Abendbuffet sind Bier und Wein enthalten. Zwei Dinge, die sonst auf der Fähre unbezahlbar sind.
Für die Rückfahrt von Norwegen nach Dänemark ab Kristiansand, haben wir die Colorline genutzt, die uns in drei Stunden und 15 Minuten zurück nach Hirtshals in Dänemark brachte. Die Colorline braucht eine Stunde länger als die Fjordline, ist aber günstiger und fährt etwas später im Nachmittag, was noch etwas Zeit in Kristiansand verschafft.
Tipps für die Fährtickets
Fährtickets sind günstiger wenn Du früh buchst, am besten einige Monate vorab. Außerdem sparst Du, wenn Du direkt auf der Website des Fähranbieters buchst und in Norwegischen Kronen zahlst:
So haben wir zwei Monate vorher für beide Fährüberfahrten noch etwa 50€ pro Person gespart. TIPP - Vorm Bezahlen prüfen, ob bei Deiner Kreditkarte Fremdwährungsgebühren anfallen. Hier geht's zu unseren Tipps für die beste Reisekreditkarte
Die Kosten für den Bau von Straßen, Tunneln und Brücken werden in Norwegen über Mautstellen finanziert. Eine Übersicht aller Mautstellen und Gebühren findest Du auf Vegvesen.no. Es gibt ca. 200 aktive Mautstationen (Stand 2019), die Fahrzeuge überwiegend elektronisch erfassen und einfach durchfahren werden können. Ausnahme ist die Station an der "Rv 64 Atlanterhavstunnelen", an der noch bar gezahlt wird. Mautstellen sind gekennzeichnet mit automatisk bomstasjon, automatic toll oder toll plaza. Die Erfassung ist in zwei Klassen aufgeteilt:
Maut auf Rechnung
Fahrzeuge, die nicht in Norwegen gemeldet sind, erhalten die Mautrechnung von der EPC. Du kannst Dich vorab online registrieren und hast theoretisch jederzeit Einblick in die Rechnungen und Fotos der Mautstellen. Oft werden die Rechnungen allerdings trotz Registrierung erst Monate später erstellt. Die Benachrichtigung kommt per Email. Durch die PKW Anmeldung erfolgt die Umweltklasseneinteilung. Ohne Registrierung kommst Du automatisch in die schlechtere Klasse und die Maut wird mit dem Höchstsatz berechnet.
Autopass-Chip
Der Autopass-Chip lohnt sich nur bei längerem Aufenthalt. Er online bestellt werden und wird hinter der Frontscheibe platziert. Für Fahrzeuge über 3,5 t erfolgt dadurch die Berechnung nach "Klasse 1". Mit dem Autopass-Chip sind zudem Ermäßigungen an Mautstellen möglich, wofür aber separate Verträge mit den Mautgesellschaften abgeschlossen werden müssen, die nicht automatisch auslaufen. Der Aufwand lohnt sich erst ab mehreren Monaten Aufenthalt. Informiere Dich beim Mietwagen vorab, ob ein Autopass-Chip im Fahrzeug ist. Wenn nicht, wird oft eine Vorabzahlung für die Maut per Kreditkarte gefordert. Andernfalls erfolgt die Abrechnung über die Mietwagenfirmen, die dafür manchmal zusätzliche Gebühren fordern.
In Norwegen gibt es neben der Maut auf Straßen, Brücken und in Tunneln auch eine City Maut. Sie fällt je nach Stadt, Zone oder Uhrzeit unterschiedlich aus, die Bezahlung aber erfolgt genau wie bei der Straßenmaut. Auch bei der City Maut wird zwischen Klasse 1 und 2 (siehe oben) unterschieden. Die City Maut wird aber meist nur im Innenstadtbereich erhoben.
Norwegen ist nicht günstig, daher solltest Du Dich bei der Selbstversorger Variante vorab über die norwegische Zoll Website Toll.no informieren, was in welchen Mengen eingeführt werden darf. TIPP - Es dürfen keine Kartoffeln mitgenommen werden. Eine bei Camping- und Angelurlaubern oft gestellte Frage im Netz: Wie viel Bier darf ich nach Norwegen mitnehmen? Gemäß der Freimengen für Alkohol und der möglichen Umwandlungsmengen, ergibt sich z.B. für Bier eine Freimenge von 6,5 Litern pro Person. Alles darüber hinaus muss verzollt werden. Die 4,7 % vol Grenze gilt nur für andere alkoholische Getränke. Bier (auch Starkbier) kann zum Preis von 20 NOK/Liter eingeführt werden (Stand 2019).
Fast überall in Norwegen gibt es Hytter. Einfache Holzhütten von klein und schlicht, bis groß und top ausgestattet, die vor allem bei Familien beliebt aber nicht günstig sind. Außerdem haben alle Campingplätze Gemeinschaftsküchen und Bäder und viele bieten auch Waschmaschinen und Trockner. An den Rezeptionen liegen Lagepläne aus, die Stellplätze, Sanitäranlagen und Küche ausweisen. Da Du Dir auf den meisten Plätzen den Stellplatz selbst aussuchen kannst, ist es sinnvoll einen Bereich in Nähe der Sanitäranlagen zu wählen.
Reservierung oder Buchung vorab war in der Nebensaison nicht nötig. Wir konnten alle Campingplätze spontan anfahren und waren auf vielen Plätzen sogar mehr oder weniger alleine. Da fast jeder Ort mindestens einen Campingplatz hat, musst Du Deine Roadtrip Route nicht nach den Stellplätzen ausrichten. Hier findest Du eine Übersicht der Campingplätze unseres zweiwöchigen Norwegen Roadtrips. Per Klick auf die Plätze gelangst Du direkt zu den Websites mit aktuellen Infos zu Stellplätzen, Preisen und Verfügbarkeit.
Die Camping Key Europe Card, kurz CKE, ist eine Rabattkarte für Campingplätze. Bei europaweit rund 3.000 Plätzen und Anbietern gibt es Rabatte bis zu 20 Prozent, auch auf Campingzubehör. Die Karte kostet 16€ (Stand 2019) und wird digital über die "My Camping Key" App genutzt. In Schweden gibt es Campingplätze, auf denen die CKE-Card verpflichtend ist. Sie ermöglicht einen schnellen Check-In und enthält eine Unfallversicherung für alle Fahrzeuginsassen während des Aufenthaltes. Der ADAC bietet auf seiner Website eine Übersicht aller Stellplatzrabatte. TIPP - In der Nebensaison lohnt sich die CKE-Card nicht. Fast alle Rabatte beziehen sich auf die Hauptsaison.
Auf unserer Bulli Roadtrip Route haben wir rund 1.900 Kilometer auf Norwegens Straßen zurückgelegt. Klingt anstrengend, aber da es in Norwegen so wahnsinnig viel Schönes zu sehen gibt, ist die Zeit regelrecht verflogen. Startpunkt war das schöne Trier, von wo aus wir die ersten 615 Kilometer bis Hamburg mit dem eigenen Auto zurücklegten. Von Hamburg bis Hirtshals erwarteten uns am kommenden Tag weitere 515 Kilometer im Bulli und dann ging es gleich weiter auf die Fähre, zur 16,5 stündigen Nachtüberfahrt nach Bergen.
Etappe 1 Etappe 2 Etappe 3 Etappe 4 Etappe 5 Etappe 6 |
Hamburg | Bergen Bergen | Aurland Aurland | Oldedalen Oldedalen | Valldal Valldal | Eide Eide | Heidal |
Etappe 7 Etappe 8 Etappe 9 Etappe 10 Etappe 11 Etappe 12 |
Heidal | Geilo Geilo | Nedstrand Nedstrand | Jørpeland Jøorpeland | Rysstad Rysstad | Hirtshals Hirtshals | Hamburg |
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Wir sind Melanie und Frank, zwei reisefreudige Backpacker mit dem Motto: Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub! Erfahre mehr darüber wie wir reisen und was Dich hier erwartet.